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Flyer? Selbst entworfen!

von: Cornelia Schanda | veröffentlicht am: 30.01.2016 |

Flyer? Selbst entworfen!

So geht’s.

 

Der Werbeflyer ist ein viel genutztes Kommunikationsmedium. Ein beliebter Botschafter in nahezu jeder Branche.
Doch was ist bei der Erstellung eines Flyers zu beachten? Wie ist er aufzubauen, dass die Zielgruppe den Inhalt schnell aufnehmen kann? Wie hilft er dabei, mehr zu verkaufen?
 
Ich zeige Dir in diesem Artikel, worauf es ankommt!
 

Wie fängt man an?

In meiner Erfahrung als Marketingspezialistin in verschiedenen Agenturen und Unternehmen sind mir schon viele Flyer untergekommen und ich habe schon unzählige selbst konzipiert und gestaltet.
 
Am Anfang sind immer 3 Dinge ganz wichtig:
 
1. Was ist das Ziel?
Was soll der Flyer tun?

  • Soll er informieren?
  • Soll er bewerben?
  • Soll er präsentieren?
  • Soll er verkaufen?

Davon ist der Aufbau des Flyers, die Textgestaltung und vieles mehr abhängig. Daher muss diese Frage zu Beginn beantwortet werden. Nur dann kannst Du einen erfolgreichen Flyer entwerfen.
 
2. Wen willst Du damit ansprechen?
Seine Zielgruppe zu kennen, ist für die Erstellung des Flyers sehr wichtig. Möchtest Du zum Beispiel eine ältere Zielgruppe ansprechen, ist es z. B. ratsam, die Schrift etwas größer zu machen. Möchtest Du gezielt Frauen ansprechen, kannst Du eine andere Gestaltung wählen, als wenn Du Männern einen technischen Inhalt präsentieren möchtest.

Das bringt mich schon zu Punkt 3:
 
3. Was hast Du zu sagen?
Welcher Inhalt soll transportiert werden, hast Du Zahlen & Fakten, die Du präsentieren möchtest oder soll die Ansprache sehr emotional mit starken Bildern sein?
Wie umfangreich ist der Inhalt? Wie ist das Text-/Bildverhältnis?
 
All das muss man sich zu Beginn überlegen, bevor der Flyer entworfen werden kann.
 
Hast Du Antworten auf alle drei Antworten parat, kann es losgehen.
 

Das Handwerkszeug.

Bevor wir uns an den Inhalt machen, müssen wir uns noch überlegen, wie der Flyer die Zielgruppe erreichen soll.

  • Wird er im persönlichen Gespräch übergeben?
  • Kann die Zielgruppe ihn selbst aus einer Auslage mitnehmen?
  • Soll der Flyer verschickt werden?

Bei dem Versenden ist es zum Beispiel empfehlenswert, ein Format zu wählen, das gut verschickt werden kann, in Standard-Briefumschläge passt. Häufig wird hierfür das DIN lang Format gewählt.
 

Wenn er ausgelegt wird, so dass die Zielgruppe ihn selbst mitnehmen kann, ist es ratsam, ein Format zu wählen, das man gut einstecken kann. Der Flyer darf also nicht zu groß sein. Eine weit verbreitete Größe ist hier zum Beispiel DIN A6, Postkartengröße.
 
Das ideale Format ist also zum Einen davon abhängig, wie der Flyer verteilt werden soll. Zum Anderen aber natürlich auch, wie umfangreich der Inhalt ist, den man kommunizieren möchte.
 
Gut zu wissen:
Musst Du mit Deinem Budget (noch) gut haushalten, wähle am besten ein Standard-DIN-Format für Deinen Flyer. Das ist meistens günstiger produzierbar als Sonderformate!
 
Hier ein kleiner Tipp dazu von mir:
Wenn Du noch nicht genau weißt, welches Format Du gut findest für Dein Ziel und ob Du den geplanten Inhalt darin unterbekommst, mach am besten folgendes: Bastel Dir aus Papier einfach einen Dummy-Flyer in Deinem Wunschformat. Hier kannst Du auch verschiedene Falzarten – dazu gleich noch mehr – ausprobieren, den Inhalt grob aufnotieren. Und schon ist es ganz einfach zu beurteilen, ob das Format passt. 🙂
 
Das machen wir immer zu Beginn, bevor wir einen Flyer entwickeln. Das hilft uns auch dabei, den Grundaufbau des Flyers und die Inhaltsstruktur festzulegen. Probier es einfach einmal aus!
 
Damit lässt sich auch am besten die ideale Falzart finden, die Deinen Inhalt auch logisch gut unterstützt. Die gängigsten Falzarten siehst Du hier:
 
Falzarten-01
 
Hast Du Format und Falzart ausgewählt sowie Dir einen Dummy-Flyer gebastelt, weißt Du anhand dessen auch schon, wieviele Seiten Du für den geplanten Inhalt brauchen wirst. Der Umfang steht somit fest. Super. Nun kann es an den Inhalt gehen!
 

Texte? Bilder? Call-to-Action? – das muss rein!

Den Grundaufbau des Flyers hast Du schon mit Deinem Muster festgelegt. Darin hast Du definiert, welcher Inhalt wohin soll. Achte darauf, daß Du vor allem auf diesen zwei Seiten alles richtig machst:
 
Titelseite

  • Präsentiere Dich als Absender des Flyers.
    Am besten verwendest Du hierzu Dein Logo.
  • Nutze ein aufmerksamkeitsstarkes Bild!
    Bilder werden laut Wahrnehmungspsychologie immer vor Text wahrgenommen. Sie transportieren bereits in Bruchteilen von Sekunden, worum es wohl in Deinem Flyer geht, und ob der Betrachter sich angesprochen fühlt.
  • Finde eine knackige Headline!
    Nach Bildern nehmen Leser große Texte wahr. Das heißt, Deine Headline ist das zweitwichtigste an Deinem Flyer. Nehme Dir hier etwas Zeit und formuliere hier etwas kurzes, knackiges, das Lust macht, den Flyer in die Hand zu nehmen und weiterzulesen.
  • Sage noch 1-2 Sätze, was der Leser in Deinem Flyer erwarten kann.
    So erhöhst Du noch einmal das Interesse.

 
Rückseite

  • Präsentiere hier Deine vollständigen Kontaktdaten!
    Leser haben es gelernt, dass auf der Rückseite Kontaktinformationen stehen, hier wird zuerst nachgesehen, wenn man Dich kontaktieren will.
  • Biete hier Informationen über Dein Angebot und wie man es bestellen / buchen kann.
    Zeige hier für Dein Angebot relevante Termine / Preise / Angebotspakete. Verweise auf Deine Website oder hebe Deine Telefonnummer hervor, je nachdem wie man Dein Angebot buchen kann. Der Leser sucht auch auf der Rückseite nach Angebotsdetails und Bestellmöglichkeiten. Mach es ihm leicht!

 
Der sonstige Inhalt sollte logisch und chronologisch aufgebaut sein. Versetze Dich dazu am besten in Deine Zielgruppe. Am Anfang der Überblick, nach und nach mehr Details. So kann Dir der Leser gut folgen und interessiert sich für Dein Angebot.
 
Ein gut geschriebener Text schafft Eindruck!
Die Erfahrung hast Du bestimmt auch selbst schon einmal gemacht. Der Schreibstil kann viel transportieren – er kann Dich und Dein Angebot besonders professionell, super sympathisch oder zum Beispiel auch nahbar präsentieren.
 
Für mich ist jedoch das allerwichtigste an einem guten Text: dass er 100%-ig zu Dir und Deinem Business passt! Nur dann kann der Flyer authentisch verkaufen und Deine Interessenten und Kunden erkennen Dich wieder, wenn sie Dich treffen. Wiedererkennbarkeit ist auch eine Frage des Schreibstils!
 
Bilder sagen mehr als 1.000 Worte.
Dieses Zitat ist so alt und aber auch so wahr!
 
Stell Dir doch einmal einen schönen Wasserfall mitten in der Natur vor. Und dann eine riesige, moderne Flugzeughalle. Ganz unterschiedliche Welten, an die Du gleich denkst, andere Stimmungen, Gefühle, die Du assoziierst. Wie oben schon gesagt, sind Bilder das allererste, was wir wahrnehmen. Daher sind die Bilder in Deinem Flyer auch so wesentlich.
 
Achte darauf, dass sie genau das transportieren, was Du in Deinem Ziel definiert hast! Mach Dir die Wirkung der Bilder zunutze und erzeuge eine ganz bestimmte Stimmung bei Deinen Interessenten!
 
Schön und gut. Aber warum soll der Leser kaufen?
Machen wir uns nichts vor. Genau darum geht es in den allermeisten Flyern. Man will etwas verkaufen. Und das ist wunderbar, denn ein Flyer kann Dir dabei hervorragend helfen!
 
Um es dem Leser besonders einfach zu machen, biete ihm Verkaufsargumente. Sag ihm, was Dein Angebot ihm bringen wird. Welche Vorteile er ganz konkret daraus ziehen wird. Überzeuge ihn mit Dingen, die ihm das Leben besonders leicht machen. Oder ein besonderes Bedürfnis stillen. Ganz wichtig – formuliere das immer aus der Sicht Deiner Zielgruppe!
 
Zuguterletzt: Lass den Leser bestellen.
Im Marketing nennt man das „Call-to-Action“. Du hast es selbst schon oft gesehen: „Jetzt buchen!“, „Hier bestellen!“, „Gleich mitmachen!“, „Sofort anrufen!“. Es ist ein konkreter Handlungsaufruf, der dem Leser nahelegt, etwas bestimmtes zu tun. In der Regel natürlich, Dein Angebot wahrzunehmen.
 

Professionell zum Druck

Wenn Du einen Schritt weitergehen möchtest, und das Grafik-Design auch selbst erstellen willst, haben wir hier zwei Software-Tipps für Dich:
 
1.www.scribus.net
Scribus ist eine völlig kostenlose Desktop Publishing Software, mit der man druckfähige Designs erstellen kann.
 
2.www.adobe.com
Adobe ist DER Anbieter für professionelle Grafik Design Software. Mit dem Creative Cloud Abo von Adobe kannst Du z. B. Adobe InDesign im Monatsabo für nur 35,69 € inkl. MwSt. (Stand 24.01.2016) nutzen. Diese Investition ist auch für kleine Budgets gut machbar.
 
Wer dahingegen keine Lust hat, sich mit einer neuen Software anzufreunden, wendet sich einfach an seine Werbeagentur.
 

Der Unterschied ist haptisch!

Abschließend möchte ich Euch noch den Tipp geben, auf ein schönes Papier zu achten. Das macht einen großen Unterschied, wenn der Leser den Flyer in Händen hält. Ich selbst bin eine Verfechterin von etwas dickeren Papieren, da sie gleich hochwertiger wirken. Sieh Dir am besten im Vorfeld verschiedene Papiermuster an, um das auszuwählen, das Dir am besten gefällt.
 
Hast Du einen Flyer, der wahrscheinlich desöfteren in die Hand genommen wird, kannst Du Dir überlegen, ob Du ihn nicht noch veredeln lassen möchtest. Hier bietet sich zum Beispiel eine Folienkaschierung an. Das macht eine noch tollere Haptik und sorgt für mehr Widerstandsfähigkeit des Flyers. Eine richtig schöne Sache! Auch hierzu kannst Du Dir im Vorfeld Muster zeigen lassen. Folienkaschierung ist dabei nur eine Veredelungsmöglichkeit. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!
 

Fragen, Wünsche, Anregungen?

Benötigst Du einen Flyer? Oder möchtest Du einen Flyer-Entwurf gerne bewerten lassen? Hast Du noch Fragen zu dem Artikel? Oder eine ganz andere Anregung?
 
Schreibe gerne unten einen Kommentar! Ich freue mich schon auf Deinen Input.
 
Bis dahin herzliche Grüße,

Cornelia

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